Lampenfieber

Wie Sie dem Lampenfieber ein Schnippchen schlagen

Kennen Sie das? Sie halten einen Vortrag oder eine Präsentation, und all die tausend guten Ratschläge, die Sie von wohlmeinenden Mitmenschen oder aus schlauen Büchern bekommen haben, sind wie von Winde verweht?

Sie sind voll und ganz Ihren Emotionen ausgeliefert, die Ihnen Schweißausbrüche, Wortfindungsstörungen, Magendrücken oder gar im Vorfeld schon schlaflose Nächte bereiten. Wie soll man da daran denken, seine Stimme zu modulieren, die Hände sinnvoll zu gebrauchen, Blickkontakt zu den Teilnehmern zu halten, die technischen Geräte korrekt zu bedienen und sich dazu noch aufs Thema zu konzentrieren? Oder denken Sie gar daran, was man alles nicht tun sollte?

Ein großes Thema, bei dem (zu) viele Aspekte eine Rolle spielen. Doch gestatten Sie mir noch eine letzte Frage: Was ist Ihnen lieber, die Marionette Ihrer Gefühle zu sein oder der Marionettenspieler?

Damit Ihnen letzteres gelingen möge – denn ersteres beherrschen Sie bereits perfekt – hier ein paar Tipps, die eine Kraft bei Ihnen ansprechen, die Sie alle haben: Ihre Vorstellungskraft!

Stellen Sie sich folgendes vor und wählen Sie, was Sie am meisten anspricht:

  • Sie spüren, wie Sie verkrampfen? Laufen Sie ein paar Schritte nach links und rechts, und sofort wird auch Ihre Stimme lockerer und entspannter.
  • Sie stecken fest und haben den Faden verloren? Na und? Was peinlich ist, entscheiden Sie, nur Sie in Ihren Gedanken. Fragen Sie ins Publikum, wo Sie stehen geblieben waren, und ich garantiere – Sie werden geholfen!
  • Sie stehen unsicher und nervös vor dem Publikum? Spüren sich selbst fest verankert auf dem Boden oder wie einen Baum mit tiefen Wurzeln. Nicht, aber auch nichts, kann sie aus der Ruhe bringen.
  • Sie erstarren vor Respekt vor den Menschen im Publikum? Stellen Sie sich vor, es handelt sich um Tiere. Esel, Rindviecher, knurrende Hunde, Igel, Enten etc.  – Klar, dass die unterschiedlich dasitzen, gucken, reagieren, oder?
  • Sie kommen Sich klein und wertlos vor? Betrachten Sie die Menschen im Publikum, als ob sie in Unterwäsche dasitzen. – Sie schmunzeln? So ist die Angst schon kleiner.
  • Das ist alles so schwierig und nicht zu schaffen? Setzen Sie sich in Gedanken auf eine Wolke und sehen sich selbst in der „schwierigen“ Situation unten auf der Erde. Wie unbedeutend doch plötzlich alles ist! So gewinnt man Lockerheit zurück.

Egal, in welche Situation Sie kommen, egal, ob Stimme und Körper Ihnen gehorchen: ES IST, WIE ES IST. Tragen Sie diesen Satz innerlich bei sich. Er hilft Ihnen, zunächst einmal  alles (!) zu  akzeptieren, Äußeres wie Inneres. Er hilft Ihnen, die nötige Gelassenheit zu erwerben. Nur mit ihr haben Sie Zugang zu Ihren emotionalen und rationalen Ressourcen.

Sie benötigen konkrete Hilfe?  Wir sind gerne für Sie da und schulen Sie einzeln oder in Gruppen. Anruf genügt.

Viel Erfolg wünscht Ihnen

Gudrun Rapke